Dr. Nikolaus Eder:
Gesunde Zähne brauchen regelmäßige Pflege
Dr. Nikolaus Eder: Mit Herz, Handwerk und einem Lächeln für Wals-Siezenheim
Die Zahnarztpraxis Eder ist in Wals seit vielen Jahren eine bekannte Adresse. Seit Kurzem führt Dr. med. dent. Nikolaus Eder die Praxis seines Vaters weiter. Dass er einmal Zahnarzt werden würde, war allerdings keineswegs vorgezeichnet.
„Es war nie der Wunsch meines Vaters, auch meiner nicht, dass ich Zahnarzt werde“, erzählt der jüngste von drei Brüdern. „Unsere Erziehung war in beruflicher Hinsicht völlig frei. Jeder von uns durfte seinen eigenen Weg wählen.“
Nach der Matura absolvierte Nikolaus Eder seinen Zivildienst. Dabei wurde ihm klar, dass er einen Beruf ausüben möchte, bei dem die Arbeit mit Menschen im Mittelpunkt steht. Gespräche mit seinem Vater über die Zukunft brachten ihn schließlich auf die Zahnmedizin. Eine Aussage ist ihm besonders in Erinnerung geblieben: „Es ist ein Beruf, bei dem man sehr schnell etwas zurückbekommt.“
Damals konnte er mit dieser Aussage noch wenig anfangen. Heute weiß er genau, was damit gemeint war. „Die Patienten sind dankbar, wenn man ihnen helfen kann. Das macht den Beruf sehr erfüllend.“
Der Weg zum Zahnarzt führt über ein sechsjähriges Studium. Die ersten drei Jahre beschäftigen sich mit den Grundlagen der Humanmedizin, danach folgen drei Jahre Zahnmedizin. Während er sich zu Beginn noch nicht ganz sicher war, ob dies wirklich der richtige Weg für ihn ist, änderte sich das im zweiten Studienabschnitt rasch. „Da habe ich schnell gemerkt: Ja, das ist genau das Richtige für mich.“
Besonders die letzten eineinhalb Jahre des Studiums haben ihn begeistert. In dieser Zeit arbeiten die Studierenden bereits intensiv mit Patienten – zunächst unterstützend, später selbstständig unter Aufsicht von Zahnärzten und Professoren.
Und wie war das erste Bohren? Dr. Eder lacht. „Natürlich ist man nervös. Vorher übt man an speziellen Modellen. Aber man ist auch stolz, dass man das jetzt machen darf.“ Ähnlich aufregend seien die ersten Füllungen und die erste Zahnentfernung gewesen.
Neben dem handwerklichen Können ist für ihn vor allem eines entscheidend: die Kommunikation. „Während einer Behandlung bekommt der Patient vieles gar nicht mit. Deshalb ist es wichtig, zu erklären, was man macht. So fühlt sich der Patient wahrgenommen und professionell betreut.“
Ein prägendes Erlebnis während des Studiums war ein 13-wöchiger Einsatz in Uganda. Gemeinsam mit anderen Studierenden wurden medizinische Geräte aus Österreich mitgebracht und vor Ort eingesetzt. Gleich am ersten Tag wurden rund 500 Kinder untersucht. „Das war ein echter Reality-Check“, erinnert sich Dr. Eder. Selbst an einer vergleichsweise gut ausgestatteten Schule war die Zahngesundheit oft deutlich schlechter als bei uns. „Da wird einem bewusst, wie gut wir in Österreich aufgestellt sind.“
Wenn es um gesunde Zähne geht, nennt der junge Zahnarzt zwei entscheidende Säulen: die tägliche Pflege zu Hause und regelmäßige Kontrollen. „Zur häuslichen Reinigung gehört nicht nur das Zähneputzen, sondern auch die Reinigung der Zahnzwischenräume.“ Ebenso wichtig seien Kontrolltermine ein- bis zweimal pro Jahr. So können Probleme frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Dabei beobachtet er klare Unterschiede: „Man sieht, welche Patienten regelmäßig zur Kontrolle kommen.“
Besonders zwei Erkrankungen stehen in der Zahnmedizin im Mittelpunkt. Bei jüngeren Menschen ist es häufig Karies. Hier spielen Ernährung und vor allem ein bewusster Umgang mit Zucker eine wichtige Rolle. Ältere Menschen kämpfen hingegen häufiger mit Parodontitis, einer Erkrankung des Zahnhalteapparates. Risikofaktoren sind unter anderem mangelnde Mundhygiene, Rauchen oder Diabetes.
Das Tückische daran: Parodontitis verursacht lange Zeit kaum Beschwerden. „Wenn Probleme auftreten, ist die Erkrankung oft schon weit fortgeschritten.“ Regelmäßige Mundhygiene-Behandlungen können hier vorbeugend wirken.
Ein weiteres Thema, das viele Menschen betrifft, ist die Angst vor dem Zahnarzt. „Der wichtigste Schritt ist das Gespräch“, betont Dr. Eder. Gemeinsam könne man herausfinden, woher die Angst kommt. Manche Patienten fürchten Schmerzen, andere haben Angst vor Spritzen, Bohrgeräuschen oder dem Gefühl des Kontrollverlusts während der Behandlung.
Je nach Ursache gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Unterstützung. In manchen Fällen kann auch eine Zusammenarbeit mit Psychologen sinnvoll sein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer medikamentösen Sedierung. Patienten berichten dabei häufig von einer tiefen Entspannung und erinnern sich später oft kaum noch an die Behandlung. Allerdings kann es zu Schwindel kommen, weshalb nach einer Sedierung nicht selbst Auto gefahren werden darf.
Zum Abschluss hat Dr. Nikolaus Eder einen einfachen, aber wichtigen Appell: „Regelmäßige Pflege zu Hause und regelmäßige Kontrolluntersuchungen helfen dabei, die eigenen Zähne möglichst lange gesund zu erhalten.“